Projekt: Wegrainmanagement in der Jülich-Zülpicher Börde – Blütenreiche Säume für die Artenvielfalt

Wegraine in der Jülicher Börde werden ökologisch aufgewertet

06.10.2017 Rödingen

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) fördert mit insgesamt 112.000 € das 3-jährige Projekt „Wegrainmanagement“ der Biologischen Station im Kreis Düren. Weitere Projektpartner sind die Biologischen Stationen Bonn/ Rhein-Erft und Euskirchen. Ziel des Projektes ist es, die Wegsäume in bestimmten Teilen der Gemeinden Vettweiß, Titz, Zülpich und Erftstadt wieder ökologisch aufzuwerten. Somit soll wieder vielfältiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere entstehen.

Im Rahmen des Projektes sollen auch sogenannte Initialpflanzungen an ausgesuchten Wegen stattfinden. Es werden die dort ursprünglich vorkommenden Pflanzen eingesät. Die erste Einsaat in der Gemeinde Titz fand am Freitag, 06.10.2017 in Titz-Rödingen statt. An dem Termin nahmen neben Vertretern der Biologischen Station Düren auch der Bürgermeister von Titz Jürgen Frantzen und weitere Vertreter der Gemeinde sowie Ortsvorsteher Hubert Sieben, Ortslandwirt Hermann-Josef Pingen und angrenzende Landwirtin Dr. Juliane Wahode teil.

Ziel ist es, dank der in diesem Projekt vorgesehenen Maßnahmen, zu einer Verbesserung der Artenvielfalt in der Jülich-Zülpicher Börde beizutragen. Wegraine stellen nicht nur Nahrung, wie Pollen und Nektar, beispielsweise für Bienen oder Samen für Vögel zur Verfügung, sondern sind auch Rückzugs- und Deckungsraum z.B. für Hase oder Rebhuhn oder Nistplatz, Überwinterungsplatz von Insekten, Reptilien, Vögeln und Säugetieren.

Die Erstellung von Bewirtschaftungskonzepten für die Wegraine soll den Kommunen bzw. den Landwirten Handwerkzeug liefern, um bördetypischen Lebensraum zu verbessern, und langfristig zu erhalten. Die Kommunen sollen dabei unterstützt werden, die bereits jetzt erfolgenden Unterhaltungsmaßnahmen zukünftig im Sinne des Naturschutzes und des Erhalts der Biodiversität umzusetzen. Straßenbaulastträger und Kommunen fühlen sich mit dem Verlust artenreicher Wegraine alleine gelassen, überfordert oder haben wenig Interesse an der Unterhaltung der Wegraine. Hier setzt das Projekt an, und gibt für die Kommune kostenfrei und parzellengenau konkrete Handlungsempfehlungen, schafft Vernetzungsstrukturen oder stellt zerstörte Wegraine wieder her. Die Änderung des Pflegerhythmus, d.h. abschnittsweises Mähen, Verzicht auf Düngung etc. ermöglicht wieder Blütenreichtum und Nahrung und Deckung für Wildtiere.

Das Projekt wurde in Titz bei einer Landwirte Versammlung vorgestellt. Danach erfolgten mehrere Begehungen mit der Gemeinde Titz, den Ortslandwirten, dem Ortsvorsteher und Mitarbeitern der Biologischen Station bei denen Vorschläge für Wegrain Initialpflanzungen gemacht wurden. Mit diesen Vorschlägen, wurden in diesem Jahr etwa 2.000 m² Wegraine ausgewählt die im Herbst 2017 mit einer Wildkräutermischung eingesät werden, bestehend aus regionaltypischen Arten (wie zum Beispiel Wiesen-Flockenblume, Moschus Malve und Wiesen-Pippau). In den vergangenen Wochen wurden die Wegsäume schon auf die Einsaat vorbereitet. Mit der Einsaat der Raine wurde heute in Rödingen angefangen.

Für Fragen steht Ihnen Joyce Janssen gerne zur Verfügung: Biologische Station im Kreis Düren e.V., Zerkaller Str. 5, 52385 Nideggen-Brück, Tel. (02427) 94987-0, E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik
 

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