Neuer Bauhof- und Feuerwehrstandort

Im Jahre 2014 wurde durch die Gemeinde eine Machbarkeitsstudie mit dem Ziel in Auftrag gegeben, die Möglichkeiten eines zentralisierten Standortes für eine Feuerwache des Ersten Zuges (Löschgruppen Titz, Jackerath und Opherten) sowie den Baubetriebshof der Gemeinde am Ortsausgang Titz in Richtung Jackerath auf seine grundsätzliche Machbarkeit sowie auf den wirtschaftlichen Nutzen hin zu untersuchen, gegebenenfalls ergänzt um die Einbeziehung einer Nachbarfläche als angebundenes kleines Gewerbegebiet.

Entwicklung eines gemeinsamen Bauhof- und Feuerwehrstandortes am ehemaligen Bahndamm in Titz

Zur Plausibilisierung der Machbarkeitsstudie und Erarbeitung einer tragfähigen und belastbaren Entscheidungsgrundlage für einen möglichen Beschluss des Gemeinderates zu einem solch komplexen Vorhaben wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern der Verwaltung, der Wehrleitung und der Politik, gegründet. Nach verschiedenen Treffen der Arbeitsgruppe konnte dem Gemeinderat folgendes Arbeitsergebnis und weiteres Vorgehen unterbreitet werden:

 

Nach Besichtigung der einzelnen Feuerwehrgerätehäuser in der Gemeinde ergibt sich, dass die baulichen Zustände bzw. Standortvoraussetzungen insbesondere im Zug 1 (Titz, Jackerath und Opherten) einen dringenden Handlungsbedarf erzeugen. Während sich nämlich die zur Leistungserbringung notwendigen Feuerwehrgerätehäuser in den Zügen 2 (Hasselsweiler, Müntz und Gevelsdorf) und 3 (Rödingen und Ameln) mit wenigen Ausnahmen in einem weitestgehend ordentlichen Zustand ohne wesentlichen Sanierungsstau befinden, sind die Voraussetzungen des Löschzugs 1, der von allen Löschzügen für die größte einwohnerbezogene Abdeckung innerhalb des Gemeindegebiets verantwortlich zeichnet, deutlich schlechter.

 

Bei der Betrachtung der einzelnen Standorte wurden auch gemeinsam mit der Feuerwehr Kriterien festgelegt, wie lange ein Standort noch aufrechterhalten werden kann; diese wären im Einzelnen:

 

  • Die notwendige „Soll-Stärke“ an Einsatzkräften muss erreicht werden.
  • Die Gerätehäuser müssen den erforderlichen Platz für notwendige Fahrzeugbeschaffungen bieten.
  • Die Feuerwehrunfallkasse bestätigt den Bestandsschutz angesichts des jeweiligen Gebäudezustands.

 

Mit einem Neubau an zentraler Stelle kann aber zudem auch parallel die derzeit sehr ungünstige Standortsituation des gemeindlichen Bauhofs beseitigt werden, die sich als nicht minder relevant zu den feuerwehrtechnischen Belangen darstellt.

 

Der Bauhof der Gemeinde ist derzeit auf zwei räumlich weit getrennten Standorten untergebracht, nämlich neben dem Rathaus in der Ortslage Titz und im Ortsteil Rödingen am Sportplatz. Der Standort in Titz ist beengt und konnte daher in der Vergangenheit die Geräte und das Material des Bauhofes nur teilweise aufnehmen, gleiches gilt jedoch auch für den Standort Rödingen, der nur bedingt für das Abstellen von Fahrzeugen und Gerät geeignet ist. Beide Standorte sind somit sanierungsbedürftig bzw. müssten an die aktuellen Anforderungen angepasst werden. Die beiden weit auseinanderliegenden Bauhöfe beinhalten auch ein logistisches Problemen mit erheblichen Fahr- und Rüstzeiten.

 

Ein zentraler Standort böte für den Bauhof hingegen entfallende Fahr- und Rüstzeiten, ein technisch einwandfreies Gebäude mit den entsprechenden Nebenanlagen (Hallen, Schüttgutbereiche, Lagerfläche etc.) und damit eine angemessene und zuverlässige Unterbringung von Mensch und Gerät sowie weitere Synergieeffekte (z.B. bei Räumlichkeiten für Schulungen der Bauhofmitarbeiter und Feuerwehrleute).

 

Schließlich bietet ein unmittelbar westlich neben dem angedachten Standortgrundstück liegendes Ackergrundstück die Möglichkeit, ein kleines Gewerbegebiet durch die Gemeinde zu entwickeln. Ein solches Gebiet, bei dem Kleingewerbetreibenden Flächen um ca. 600 qm angeboten werden könnten, wird immer wieder angefragt, findet sich derzeit jedoch nicht im Bestand der Gemeinde. Ein solches Kleingewerbegebiet würde bei gleichzeitiger Realisierung einem Neubau eines Feuerwehrstandorts/Baubetriebshof weitere Synergieeffekte im Bereich der Erschließung bieten können.

 

Anlässlich der seinerzeitigen Überlegungen zum behindertengerechten Umbau des Rathauses hatte die Verwaltung im Jahre 2009 die Rand- und Rahmenbedingungen eines Architektenwettbewerbs bereits einmal in den Blick genommen. Aufgrund nicht vergleichbarer Baukosten des jetzigen Projekts hält die eingesetzte Arbeitsgruppe einen solchen Architektenwettbewerb für das kombinierte Vorhaben durchaus für möglich und zielführend.

 

Der Gemeinderat hat daher in seiner Sitzung am 10. September 2015 einstimmig beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen,

 

  1. einen Neubau eines gemeinsamen Bauhof- und Feuerwehrstandortes näher zu prüfen,
  2. die eventuelle Durchführung der Maßnahme im Rahmen eines Architektenwettbewerbs zu prüfen, hierzu

2.1   die Bedingungen eines entsprechenden Wettbewerbs                 darzustellen und

2.2   einen damit verbundenen Zeitplan zu konkretisieren sowie

  1. sich anschließende nächste Arbeitsschritte (Grunderwerb, Bauleitplanung, Finanzierung) darzustellen.

 

Die Verwaltung wird über die weiteren Entwicklungen informieren.

 

Rathaus in Titz

Rathaus

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